
Erster Verdacht: Schifflände Basel
Dass PR während des 2. Weltkriegs für die Engländer wichtige Spionagedienste leistete, war meinem Vater und mir wohlbekannt. Details darüber gab PR nie preis.
Meine Erinnerungen an spätere klandestine Tätigkeiten von PR gehen auf folgendes Ereignis zurück:
Dieses Ereignis muss Ende der 50iger oder Anfang der 60iger Jahre stattgefunden haben.
Mein Vater und ich gingen mittags um 12 Uhr in Basel an der Schifflände vorbei und da kam PR, von dem wir gar nicht wussten, dass er in Basel ist, aus der Pissoir-Anlage herauf. Wir gingen dann mit ihm gegenüber ins Restaurant Lällekönig.
Ich hatte deutlich den Eindruck, dass PR sich wie ertappt fühlte, es ihm höchst unangenehm war, uns in die Hände gelaufen zu sein und er so schnell wie möglich weiter nach Zürich wollte, wie er sagte zu Pauli. Gleich nach dem Essen verabschiedete er sich eilig. Ich sagte dann zu meinem Vater: Die Katze lässt das Mausen nicht. Dies meinte, dass wer einmal den Kitzel der Spionage gekostet hat, diese weiterhin treibt, selbst wenn die politische Motivation dahinfiel.
Jahre später sprach ich mit einen Herrn Uli Schaub von der Bundespolizei, der mir sagte, die Pissoir-Anlage an der Schifflände sei einstmals ein Briefkasten russischer Spione gewesen. Man hätte sie entlarvt, indem man im Haus Spielmann eine Fotokamera montiert hatte.
Selbstverständlich ist diese Anlage sehr geeignet, denn sie ist unverwechselbar und für Ortsunkundige leicht zu finden.
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